Bericht zum Bundesparteitag der CDU 2026
Vom 20.02. bis 21.02.2026 fand der Bundesparteitag der CDU Deutschlands in Stuttgart statt. Mit dabei waren auch die 3 Delegierten des CDU Kreisverbandes Goslar Mario Hoffmeister, Elena Brunke Rudloff und Kreisvorsitzender Ralph Bogisch.
Das Motto des Parteitages „Verantwortung verpflichtet“ griff Kanzler und Bundesvorsitzender Friedrich Merz in seiner überzeugenden Rede auf und machte deutlich, dass sich die CDU der Verantwortung für Deutschland bewusst sei und weiter an den dringend notwendigen Veränderungen und Reformen arbeite. Trotz aller Schwierigkeiten, Sorgen oder gar Vorbehalten machte Merz deutlich, dass es am Ende „gehen müsse“.
Durchaus selbstkritisch räumte Merz ein, den nach der Wahl avisierten Zeitplan für Veränderungen nicht eingehalten zu haben, machte dabei aber deutlich, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehe und die CDU an vielen Stellen Kompromisse mit dem Koalitionspartner finden müsse.
Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die Wahl des Bundesvorsitzenden. Friedrich Merz stellte sich zur Wiederwahl und wurde mit 91,2% wiedergewählt. Trotz inhaltlichen Differenzen zum Kurs der Bundesregierung und dem zeitlich verzögerten Erreichen der Ziele wurde Merz bei der Wahl nicht wie im Vorfeld befürchtet „abgestraft“, sondern die inhaltliche Auseinandersetzung zu den Ergebnissen und Reformplänen der Bundesregierung gesucht.
Während sich im Vorjahr noch der Entstehung der Union durch die Gründung erster CDU-Verbände vor 80 Jahren oder dem Gründungsparteitag der Bundes-CDU vor 70 Jahren in Goslar erinnert wurde, und im aktuellen Jahr die CDU 150 Jahre Konrad Adenauer feiert, zog der Kanzler eine deutliche Trennlinie zu den Rändern von links und rechts und betonte, dass nur mit der politischen Mitte eine Zusammenarbeit und eine wirkliche Zukunftspolitik zu organisieren sei.
Auch die weiteren Kandidaten für den Bundesvorstand aus Niedersachsen wurden gewählt, insbesondere Silvia Breher zur stv. Bundesvorsitzenden und Sebastian Lechner als Präsidiumsmitglied.
Merz schwor die Partei auch auf die bevorstehenden Wahlen, insbesondere die Landtagswahlen am 08. März in Baden-Württemberg und am 22.März in Rheinland-Pfalz ein. Die CDU will auch hier stärkste politische Kraft werden und den Ministerpräsidenten stellen.
Der zweite Tag war den inhaltlichen Debatten und den Antragsberatungen vorbehalten.
Wesentliche Beschlüsse gab es zum Umgang mit Smartphones in der Schule bis zur 10. Klasse, die Einführung einer Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung von social media, eine Aufweichung des Mindestlohns für Saisonkräfte in der Landwirtschaft, das Ende der telefonischen Krankschreibung ohne Praxisbesuch und ein deutliches Votum gegen eine weitere Lockerung der Schuldenbremse.
Auch der Verbleib von sogenannten Aufnahmespenden bei den Kreisverbänden wurde beschlossen, entgegen dem Vorhaben der Bundespartei, diese gestaffelt auch die Landes- und Bundespartei weiterreichen zu müssen.
Die Vertreter aus Goslar zeigten sich mit dem Parteitag zufrieden, auch wenn das Plenum am ersten Tag durch den Entfall digitaler Wahlen bis spät in den Abend dauerte.