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Aus heutiger Sicht sieht die CDU-Ratsfraktion keine Möglichkeit für eine Fortführung des Theaterbetriebes im Odeongebäude.

Für das Gebäude besteht laut einem Gutachten der "Gesellschft für Geologie und Bergbau Geomontan" die Gefahr, dass Mauerteile herausbrechen könnten. Zurückzuführen ist die Situation auf instabile Fundamente deren Stabilisierung allein schon ca. 750.000.-€ kosten würde.

Nach neuer Kostenabschätzung beträgt der Gesamtaufwand ca. 10.0 Mio.€.

Das bedeutet, da mit größeren Zuschüssen trotz aller Versuche, nicht zu rechnen ist, dass allein für die Tilgung bei 20-jähriger Laufzeit jährlich 500.000.- Euro von der Stadt aufgebracht werden müßten.Der Zins-/Abschreibungsaufwand würde pro Jahr ca. 200.000.-Euro betragen. Hinzu kommen Betriebs- und gebäudebezogene Aufwendungen pro Jahr von ca. 200.000.- Euro.

Insgesamt ca. 900.000.- Euro pro Jahr.

 

Der CDU-Ratsfraktion ist bekannt, dass kein Theater ohne öffentliche Zuschüsse ein positives Ergebnis erwirtschaften kann, jedoch muß dabei auch die Verhältnismäßigkeit bzw. die finanzielle Potenz der Stadt Goslar berücksichtigt werden. Goslar hat sich für die nächsten acht Jahre gegenüber dem Land Niedersachsen vertraglich verpflichtet einen absoluten Sparkurs mit einer begrenzten Investitionshöhe zu fahren. Eine zusätzliche Investition mit den genannten Jahresaufwendungen würde den städtischen Haushalt unverantwortlich in die Höhe treiben, oder andere Bereiche, wie z. B. die Sanierung der Grundschulen, erheblich beeinträchtigen.

Bei durchschnittlich 15.000 Theaterbesuchen pro Jahr und den vorgenannten Gesamtinvestitionen müßte bei Realisierung des Vorhabens jeder Theaterbesuch mit ca. 60.00€ pro Eintrittskarte subventioniert werden.

Zum Vergleich sei darauf hingewiesen, dass jede Busfahrkarte mit ca. 76 Cent und jede Eintrittskarte für das Aquantic mit ca. 5.68€ bezuschusst wird. Jede, den städtischen Haushalt nicht übermäßig belastende Alternative, wird von der CDU-Fraktion begrüßt und unterstützt.

Was in dieser Entscheidung nicht passt, ist das heimliche Wegducken aus der Verantwortung durch den SPD-Vorsitzenden des Kultusausschusses. Der Vorwurf kein Risiko- und Finanzkonzept zuhaben ist abenteuerlich und spricht für absolute Unkenntnis der Situation.

Wenn Herr Mahnkopf guten Willens wäre, würde er brauchbare Vorschläge machen und zum Beispiel fragen "ob es eine Zumutung für einen Theaterbesucher aus Vienenburg ist, anstatt ins Odeon- in das ähnlich schnell zu ereichende Lessingtheater in Wolfenbüttel zu fahren". "Oder, ob es überhaupt eine Zumutung ist, in das in 30 Minuten zu erreichende Theater in Wolfenbüttel zu buchen bzw. zu besuchen, wenn die Busan- und abfahrt im Bedarfsfall sogar kostenfrei gestellt wird.

Sicherlich muß darüber nachgedacht und entschieden werden, was und wie mit dem Odeongebäude verfahren werden soll, aber zu behaupten, ein Abriss würde 2.7 Mio. Euro kosten ist abenteuerlich und fern jeglicher Sachkenntnis.