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Pressemitteilung der CDU-Ratsfraktion

THEATERANGEBOT AM CINEPLEX WIRTSCHAFTLICH NICHT DARSTELLBAR  

Auf Vermittlung der CDU-Ratsherren Armin Nitsche und Norbert Schecke haben die Eheleute Wildmann in den vergangenen Monaten sehr intensiv einen Theateranbau am Cineplex-Kino in der Baßgeige geprüft und gerechnet.

„Wirtschaftlich nicht darstellbar!“ ist das Prüfungsergebnis der Wildmanns. 

In einer Vielzahl von Gesprächen wurden vielfältige Varianten diskutiert, Fach- und Sachinformationen lieferten hier u.a. der Goslarer Theaterpädagoge Dücker sowie der  Intendant des Theaters für Niedersachsen (TfN), Herr Gade. 

„Schlussendlich war das Ergebnis ein Projekt mit einem Baukostenvolumen von über 4 Mio. €, welches ca. 800 Sitzplätze hätte bieten können. Den vielfach gewünschten oder geforderten Orchestergraben hätte man hier darstellen können, ebenso die umfangreichen Erfordernisse für ein Drei-Sparten-Haus!“ so die Ratsherren Nitsche und Schecke, die folgende Rechnung aufmachen:

Neben Zins und Tilgung, gerechnet auf 15 Jahre, sowie Nebenkosten, Personalkosten, Rücklagen, Gebühren und Marketingausgaben wären jährlich über 500.000 € an Fixkosten aufzubringen. Weitere Kosten entstünden durch den Einkauf von Theatervorstellungen, hier ggf. durch das TfN mit 10 bis 16 Vorstellungen jährlich.  „Bei den derzeitigen durchschnittlichen Ticketpreisen  wäre eine Amortisation alleine nur dieser Kosten erst bei einer Auslastung von fast 700 Zuschauern je Vorstellung möglich.“ so Armin Nitsche. 

 

„Somit wären weitere Angebote notwendig, um eine wirtschaftliche Betreibung seitens eines Privatinvestors darstellen zu können. Diese erschließen sich aber nicht. Der Verkehrsgerichtstag wünscht eine innenstadtzentrale Lage, die Deklaration als Kino ist nicht möglich, da hier sonst ein dauerhafter Spielbetrieb und die Option als Premierenkino zu sichern wäre, was bei Terminüberschneidungen mit anderen Angeboten vorrangig wäre. Gastronomische Erträge durch die zusätzlichen Besucher lassen sich nach Erfahrungen u.a. aus den Operangeboten ebenfalls nicht ausreichend erzielen!“ erläutert Norbert Schecke.

 Nichts desto trotz wird das Segment „alternativer Content und digitales Theater“ im Kino in der nächsten Zeit weiter ausgebaut. Die Sitzplatzkapazitäten sind aber in den bestehenden Sälen als völlig ausreichend zu bewerten.

„Wie die Besuchererwartungen für Theater und ähnliches sich in den nächsten Jahren entwickeln wird, ist kaum abzusehen oder vernünftig zu kalkulieren“ so Florian Wildmann. Dieses ist bei der wirtschaftlichen Kalkulation hinsichtlich der Auslastung ein weiterer zu beachtender Faktor. In Summe ist somit das wirtschaftliche Risiko als Investor für die Eheleute Wildmann zu hoch. 

Nitsche und Schecke zeigen hierfür Verständnis, sehen aber selbst bei einer wohlwollenden Bezuschussung der Stadt keine Chance für diese ihrer Meinung nach „sinnvollsten Variante“.

„Jedenfalls dann, wenn es keine finanzielle Unterstützung von Seiten des Landkreises oder des Landes gibt!“ so Nitsche. 

Da die kleine Lösung rund um die Sanierung des Odeon-Theater, die Odeon-Freunde beziffern hier 5 Mio. € Kosten, die Stadt sogar 7,5 Mio. €, die Cineplex-Variante sogar noch übertrifft, sehen Nitsche und Schecke die Theater-Zukunft in Goslar nunmehr mit noch größerer Sorge. 

Schecke abschließend:„Wir wünschen uns ein Theater für Goslar . Aber die städtische Beteiligung muss wirtschaftlich vertretbar sein.!“

Persönliche Anmerkung von Norbert Schecke: Ich möchte mich ausdrücklich bei Jill und Florian Wildmann für ihr diesbezügliches Engagement bedanken und freue mich, dass sie sich so intensiv mit  dieser Variante für den Erhalt eines Theaters in Goslar auseinandergesetzt haben.